Maximen des hl. Philipp Neri

Wer etwas anderes will als Christus, weiß nicht, was er will; wer etwas anderes verlangt als Christus, weiß nicht, was er verlangt; wer nicht für Christus wirkt und arbeitet, weiß nicht, was er tut. Nächstenliebe und Fröhlichkeit, oder Nächstenliebe und Demut, sollte immer unser Wahlspruch sein.

Wir müssen uns oft erinnern, was Christus sagte, dass nicht, wer anfängt, sondern wer bis ans Ende aushält, selig werden wird.

Um gut anzufangen und zu vollenden, ist die Andacht zu Maria, der Mutter Gottes, unbedingt notwendig.

Es gibt nichts Schöneres auf Erden, als aus der Not eine Tugend zu machen.

Wer einem Kreuz entläuft, wird auf seinem Weg ein größeres finden.

Um sich von den irdischen Dingen frei zu machen, ist es gut, mit Ernst an das Ende derselben zu denken und dann bei sich selbst zu sagen: „Und dann? Und dann?"

Alle erschaffenen Dinge bezeugen die Güte und Freigebigkeit des Schöpfers: die Sonne verbreitet ihr Licht, das Feuer seine Wärme; der Baum streckt seine Arme aus und reicht uns die Frucht, die er trägt; Wasser und Luft und die ganze Natur verkünden die Freigebigkeit des Schöpfers, und wir, sein leibhaftes Abbild, stellen ihn nicht dar, sondern verleugnen ihn durch unser liebloses Wesen im Handeln, während wir ihn gleichzeitig mit dem Munde bekennen.

Häufiges Beichten ist ein großes Geschenk für die Seele. Denn sie wird dadurch gereinigt, geheilt und im Dienst Gottes bestärkt. Wir dürfen daher die Beichte an den von uns festgesetzten Tagen nicht wegen eines anderen Vorhabens unterlassen. Wir müssen vielmehr zuerst zur Beichte gehen und nachher unser Vorhaben ausführen, und die Erstere wird dem Letzteren zugute kommen.

Wer oft die heilige Kommunion empfängt, wie er soll, bringt gute Früchte hervor: die Frucht der Demut, die Frucht der Geduld, die Frucht aller Tugenden.

Die Hauptsache ist, dass wir heilig werden.