Pfingsttage 2006 in Schmochtitz

Veni, Sancte Spiritus!
Komm, heiliger Geist!

Dieses Motto der Pfingsttage entzündete in uns aus Stuttgart, die wir gemeinsam mit Pfr. Roland Renz dort im Sinne eines Laienoratoriums wirken, einen Interessensfunken, gerade weil wir den Schöpfergeist zwar gerne wahrnehmen würden, ihn aber bislang nicht zu fassen bekamen...

In Schmochtitz in der Lausitz mussten wir feststellen, dass es den "Hauptamtlichen" fast genauso ergeht. Das Fazit sei vorweggenommen: Wir haben ihn tatsächlich nicht ‚packen’ können, aber wir sind ihm näher gekommen!

Die ‚via negationis’ entspricht dabei dem demütigen Vorgehen, das Philipp Neri empfohlen hat; so kann man laute, prätentiöse und pompöse oder gar martialische Wege leicht ausschließen. Überzeugend waren während dieser Pfingsttage auf alle Fälle ganz praktische Wege wie:

Am meisten beeindruckt aber hat uns "Westler" das Leben der Oratorianer in den vergangenen Jahrzehnten (an verschiedenen Orten in Sachsen, unter schwierigen Bedingungen), das bei Gebeten, Gesprächen und Gottesdiensten immer wieder durchschien. Dies wurde von uns auch in der Kunst der Scheunenkirche - z.B. im siegenden Christus aus Nägeln inmitten der Gemeinde – bildlich wahrgenommen.

Ähnlich beeindruckend war für uns das Beispiel der ev. Kirchengemeinde in Göda, deren Mitglieder die früheren Kirchenbänke in mühevoller Arbeit so zusammengesägt haben, dass sie als Parkettboden wieder verwendet werden konnten.

Mit der Maxime Neris, "lasst uns nach der Reinheit des Herzens streben, da der Heilige Geist in einem offenen und einfachen Herzen wohnt", konnten wir uns (als Schwaben, die in Deutschland gern als ‚naiv’ gelten) voll identifizieren, und ebenso ‚suebisch’ geprägt schien uns auch das unausgesprochene Motto "beta ond senga, net schwätza", das einen großen Teil der Pfingsttage kennzeichnete.

Mit unserem Dank an das Vorbereitungsteam verbinden wir den Wunsch, unser Wohlbefinden während vier Tagen gelebter Ökumene hervorzuheben.

Solveig und Manfred Wörner
Dieter Schröter
Eberhard Daniel Falke