Heiliger Philipp, du hast immer die Lehre und das Beispiel des heiligen
Apostels Paulus befolgt, indem du dich stets über alle Dinge freutest. Erlange
mir die Gnade einer vollkommenen Hingabe an Gottes Willen, des Gleichmuts
gegenüber den Dingen dieser Welt und lass mich stets den Himmel vor Augen haben,
so dass ich über die göttlichen Fügungen nie enttäuscht bin, nie verzage, nie
traurig oder missmutig werde; dass mein Gesicht immer offen und fröhlich sei und
meine Worte freundlich und gütig, wie es denen zukommt, die in jeder Lebenslage
das köstlichste der Güter ihr eigen nennen: die wohlwollende Liebe Gottes und
die Hoffnung auf die ewige Seligkeit. Amen.
Kardinal John Henry Newman (1801-1890, Gründer des Oratoriums in Birmingham)
Herr, wir bitten Dich, erhöre unser Gebet: dass der Heilige Geist unsere Herzen mit dem Feuer jener Liebe entflamme, mit welchem er das Herz des hl. Philipp wunderbar durchdrungen hat. Durch Christus unseren Herrn. Amen.
Ich misstraue mir selbst, und ich vertraue mich Dir an, mein Jesus!
Ich werde Dich niemals lieben, wenn Du mir nicht hilfst, mein Jesus!
Ich suche Dich und finde Dich nicht, mein Jesus, komm zu mir!
Jungfrau Maria, Mutter Gottes, bitte Jesus für mich!
Jesus, sei mir Jesus!
Wer etwas anderes will als Christus, weiß nicht, was er will; wer etwas anderes verlangt als Christus, weiß nicht, was er verlangt; wer nicht für Christus wirkt und arbeitet, weiß nicht, was er tut. Nächstenliebe und Fröhlichkeit, oder Nächstenliebe und Demut, sollte immer unser Wahlspruch sein.
Wir müssen uns oft erinnern, was Christus sagte, dass nicht, wer anfängt, sondern wer bis ans Ende aushält, selig werden wird.
Um gut anzufangen und zu vollenden, ist die Andacht zu Maria, der Mutter Gottes, unbedingt notwendig.
Es gibt nichts Schöneres auf Erden, als aus der Not eine Tugend zu machen.
Wer einem Kreuz entläuft, wird auf seinem Weg ein größeres finden.
Um sich von den irdischen Dingen frei zu machen, ist es gut, mit Ernst an das Ende derselben zu denken und dann bei sich selbst zu sagen: „Und dann? Und dann?"
Alle erschaffenen Dinge bezeugen die Güte und Freigebigkeit des Schöpfers: die Sonne verbreitet ihr Licht, das Feuer seine Wärme; der Baum streckt seine Arme aus und reicht uns die Frucht, die er trägt; Wasser und Luft und die ganze Natur verkünden die Freigebigkeit des Schöpfers, und wir, sein leibhaftes Abbild, stellen ihn nicht dar, sondern verleugnen ihn durch unser liebloses Wesen im Handeln, während wir ihn gleichzeitig mit dem Munde bekennen.
Häufiges Beichten ist ein großes Geschenk für die Seele. Denn sie wird dadurch gereinigt, geheilt und im Dienst Gottes bestärkt. Wir dürfen daher die Beichte an den von uns festgesetzten Tagen nicht wegen eines anderen Vorhabens unterlassen. Wir müssen vielmehr zuerst zur Beichte gehen und nachher unser Vorhaben ausführen, und die Erstere wird dem Letzteren zugute kommen.
Wer oft die heilige Kommunion empfängt, wie er soll, bringt gute Früchte hervor: die Frucht der Demut, die Frucht der Geduld, die Frucht aller Tugenden.
Die Hauptsache ist, dass wir heilig werden.